Über das Festhalten & Loslassen

26.02.2019

Der Begriff der „Anhaftung“ hat mir noch nie gefallen.

Denn: Nichts haftet an uns. Und auch wir selbst haften nirgends an.

Es ist mehr als das.

 

Wir sind es selbst, die immer wieder versuchen, festzuhalten.

Die versuchen, uns an etwas zu klammern.

 

Auch wenn dies oftmals kein bewusstes Handeln ist, so ist es dennoch aktives Tun.

Es geschieht nicht einfach so. Sondern immer durch uns.

 

Wir erschaffen damit Enge und Anspannung im Innen und Außen,

wir engen ein und setzen unter Druck.

 

Immer dann, wenn wir festhalten wollen,

sind wir mit unseren Ängsten aus dem Herzen in den Kopf gestiegen.

Wird das eigene Herz eng, kann es nicht fühlen und wir landen im Kopf.

In einem verschlossenen Herzen ist kein Platz.

Auch für dich selbst nicht.

 

Es ist der ewige Kampf von Kopf und Herz, Ego und Selbst, Angst und Liebe.

Oder ist es vielmehr ein Tanz und ein Spiel?

Zumindest dann, wenn du erkennst, was da wirkt und (uns) mitspielt.

 

Darum halte nichts fest.

Lasse los und gebe frei.

Entspanne dich.

Schenke Zeit, gebe Raum - und vielleicht auch Halt.

 

Freilassen heißt, dich in dich selbst zurücksinken lassen und dort geborgen sein.

Wenn du dich entspannst, befreist du auch dich.

Und wenn dein Atem und mit ihm dein Herz tief, weit, weich und sanft wird,

kommt alles in Fluss und in Schwingung.

 

Freilassen schafft Raum und Weite

- und dadurch Verständnis, Mitgefühl, Güte, Dankbarkeit und pure, reine Liebe.

 

Also lasse frei, was du liebst,

damit es sich ebenfalls entspannen, dass es atmen, pulsieren und erblühen kann.

Mit dir oder ohne dich.

 

In Wahrheit sind wir ohnehin verbunden.

Über unsere Herzen.

Immer.

 

 

 

 

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