Über das Geben

15.06.2019

Geben ist seliger denn nehmen, so lautet ein altes Sprichwort.

Dass Geben moralisch gesehen als gut  und das Nehmen im Sinne von Wegnehmen oder einem

Gewaltsam-an-sich-reißen als verwerflich beurteilt wird, kann ich gut nachvollziehen.

 

Vielleicht ist mit Nehmen aber auch das Annehmen gemeint. Und dies kann mitunter schwerfallen,

weil wir womöglich fürchten, dass eine Gegenleistung verlangt werden könnte.

Oder wir damit Schwäche zeigen und angreifbar wirken.

Kommt doch in unserer Welt die Hilfsbereitschaft oft zu kurz, weil wir darauf trainiert sind,

auf unseren eigenen Vorteil bedacht zu sein.

 

Doch zurück zum Geben:

 

In Wahrheit ist das Geben nicht nur etwas, was selig im Sinne von gut und richtig und sogar erstrebenswert ist.

Man hat tatsächlich erforscht, was geschieht, wenn man uneigennützig gibt und hilft.

Wenn man mitfühlt und hilfsbereit ist.

 

Und dabei genügen erstaunlicherweise schon gute, wohlgemeinte Gedanken. Gute Wünsche.

Sofern sie aufrichtig sind. Voller Liebe. Echt und ehrlich. Wahrhaftig.

 

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit darauf richten, jemandem Gutes zu wünschen, entfaltet dies Wirkung.

Sogar unabhängig davon, wie weit der Empfänger räumlich entfernt ist.

Und nicht nur beim Empfänger, sondern auch bei und in uns selbst.

 

Wenn ich jemandem Gutes wünsche und meine Konzentration genau darauf lenke,

auf diesen im Grunde frommen Wunsch,erhalte ich als Gegenleistung ebenfalls Gutes.

Einfach so.

Ich werde nachweislich glücklicher als ich es zuvor war.

 

Und streben wir nicht alle genau danach?

Nach Glück. Nach Zufriedenheit.

Nach Erfüllung und innerem Frieden.

 

Mitgefühl zu entwickeln und zu leben lohnt sich also.

Und hilfsbereit zu sein. Courage zu zeigen.  

Denn alles ist verbunden.  

 

Geben macht nachweislich selig.

Zu Geben ist ein heilsamer und man könnte durchaus sagen ein heiliger Akt.

Denn wir verlieren dabei nicht, sondern werden ebenfalls beschenkt.

Wir werden also reicher, wenn wir selbstlos sind. Werden belohnt. Erfüllt. Durchströmt. Erhellt.

Gar erleuchtet. Von etwas viel Größerem und Mächtigerem als es unser Ego jemals sein kann.

 

Nenne es, wie es deiner Vorstellung entspricht.

Ob Universum. Kosmos. Gott. Allah. Brahman. Jehova….. es ist alles ein(s) und dasselbe.

 

Das Geschenk an dich ist die Verbindung. Sie zu erfahren. Sie zu spüren.

Dich eins zu fühlen. Mit Dir und allem. Denn wir SIND eins.  

 

 

 

 

 

 

 

 

Please reload